By D. v. Zerssen, W. Mombour, H.-U. Wittchen, E. Zerbin-Rüdin (auth.), Prof. Dr. med. Detlev v. Zerssen, Prof. Dr. med. H.-J. Möller (eds.)

Der Begriff "affektive Störungen" fehlt bisher in den deutschsprachigen psychiatrischen Lehr- und Handbüchern. Das Buch vermittelt Ärzten und klinischen Psychologen einen umfassenden Überblick über den aktuellen Wissensstand der affektiven Störungen, additionally Krankheitsbilder, die in ihrem gesamten Verlauf durch das Vorherrschen von Affektstörungen vornehmlich manischer, depressiver oder ängstlicher Färbung geprägt sind. Die Probleme der Klassifikation und Erfassung affektiver Störungen werden ebenso beschrieben wie ihre Verbreitung in der Bevölkerung und ihr Verlauf bei behandelten und unbehandelten Fällen unter besonderer Berücksichtigung von Risikofaktoren. Daneben werden die hormonelle legislation und die Schlafphysiologie angesprochen sowie pharmakologische und psychologische Behandlungsansätze und ihre theoretischen Grundlagen. Das Buch vermittelt dem Leser den neuesten Erkenntnisstand auf diesem Gebiet und will ihn durch Herausarbeitung ungeklärter Fragen und durch Hinweise auf einschlägige Arbeiten zur intensiven Beschäftigung mit den Problemen der affektiven Störungen sowie den Möglichkeiten angemessener Hilfsmaßnahmen für den von ihnen Betroffenen anregen.

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Nach Crowe et a1. 1983; aus Zerbin-Riidin 1987) Diagnose der Probanden (n = 41) Panikerkrankung Kontrollgruppe Erkrankungsrisiko der Verwandten 1. Grades fUr Panik generalis. Angst sekundiire primiire Depression Depression 17,3 4,8 4,0 4,0 1,8 3,6 1,1 4,6 Crowe et al. (1983) gingen von ehronisehen Panikpatienten aus (Tabelle 6), Angaben iiber depressive Symptomatik fehlen. Unter den Verwandten war Panik deutlieh erh6ht (17,3%, Kontrollen 1,8%), generalisierte Angst kaum (4,8%, Kontrollen 3,6%), sekundare Depressionen leieht (4%, Kontrollen 1,1 %) und primare Depressionen gar nieht (4%, Kontrollen 4,6%).

Haufigkeitsangaben iiber affektive Psychosen nach der ICD-I0 anders ausfallen miissen als nach ICD-9 - besonders im Bereich der Universitatspsychiatrie, in der erfahrungsgemaB die gewohnlich sehr akut und dramatisch in Erscheinung tretenden Episoden schizoaffektiver Psychosen (im klassischen Sinne) einen relativ groBen Anteil der psychotischen Erkrankungen ausmachen. TabeUe 2. Klassifikation affektiver Storungen im weiteren Sinne in Anlehnung an DSM-III (vereinfacht), unter EinschluB von Angststorungen und emotionalen Anpassungsstorungen Bipolare StOrung zusatzliche Klassifikationskriterien fiir manische oder gemischte Episode: - gemischt - manisch - depressiv - Typische (Major) Depression zusatzliche Klassifikationskriterien fUr Typische depressive Episode: - Einzelne Episode - rezidivierend - in Remission mit psychotischen Merkmalen ohne psychotische Merkmale nicht einstufbar in Remission mit psychotischen Merkmalen mit Melancholie ohne Melancholie nicht einstufbar Andere spezifische affektive Storungen - Zyklothyme Storung - Dysthyme StOrung (oder Depressive Neurose) Atypische affektive StOrungen - Atypische bipolare StOrung - Atypische Depression Angstsyndrome' Phobische Storungen (oder Phobische Neurosen) - Agoraphobie mit Panikattacken - Agoraphobie ohne Panikattacken - Soziale Phobie - Einfache Phobie Anpassungsstorung - mit depressiver Stimmung - mit angstlicher Stimmung - mit gemischten emotionalen Ziigen Angstzustande oder Angstneurosen - Paniksyndrom - Generalisiertes Angstsyndrom Posttraumatische Belastungsreaktion - akut - chronisch oder verzogert - Atypisches Angstsyndrom • ohne Zwangssyndrom Der aktuelle Stand der Definition und Klassifikation 23 Tabelle 3.

Springer, Berlin Heidelberg New York Klein DF, Rabkin J (eds) (1981) Anxiety: New research and changing concepts. Raven, New York Kretschmer E (1919) Uber psychogene Wahnbildung bei traumatischer Hirnschwache. Z Gesamte Neurol Psychiatr 45: 272-300 Kretschmer E (1971) Medizinische Psychologie, 13. Auf!. (Hrsg Kretschmer W). Thieme, Stuttgart Leckman JF, Weissman MM, Merikangas KR, Pauls DL, Prusoff BA (1983) Panic disorder and major depression: Increased risk of depression, alcoholism, panic, and phobic disorders in families of depressed probands with panic disorder.

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